Organisation - Der Panzerzug
Sollte man in einem Event mehrere Panzer zur Verfügung haben empfiehlt es sich diese in einem klassischen Panzerzug zu gruppieren. Ein Panzerzug besteht aus 4 Fahrzeugen. Die Hälfte des Zuges, also jeweils 2 Fahrzeuge, bilden den Halbzug.
In einem Zug gibt es zwei wichtige Rollen:
- Der Zugführer - Ist Panzerkommandant auf einem der vier Panzer und ihm sind die anderen Drei unterstellt. Er führt die erste Hälfte des Zuges und hat aktiven Funkkontakt zu der übergeordneten Führung
- Der stellvertretende Zugführer - Untersteht direkt dem Zugführer. Führt ebenfalls einen der Panzer als Kommandant und hat auch einen Kanal zur oberen Führung. Er führt den zweiten Halbzug, sollte der Zug aufgeteilt werden
Organisation - Funken
Jedes Besatzungsmitglied hat Zugriff auf den Zugübergreifenden Kanal. Während der Zugführer Befehle und die anderen Kommandanten Antworten auf der Frequenz funken, hören die "normalen" Besatzungsmitglieder nur zu. Nur im Notfall wird von Ihnen der Funk genutzt.
Nur der Zugführer und sein Stellvertreter sind mit der übergeordneten Führung im Funkkontakt.
Interne Kanäle innerhalb der Panzer bleiben aus. Sie werden nicht benötigt, da die Besatzung sich über den Intercom verständigt.
Stellungen
Wenn ein Panzer länger still steht ist er leicht verwundbar. Vor allem auf offenem Feld oder auf Hügeln ist er schnell aufgeklärt und bekämpft. Um dies zu verhindern, sollten Panzer möglichst immer Stellungen einnehmen.
Teilgedeckte Stellung
Bei der teilgedeckten Stellung fährt der Panzer in eine Position, in der nur der Turm über die Deckung hinausragt und die Wanne komplett von der Deckung geschützt wird. Der Panzer hat so die Möglichkeit den Feuerkampf aufzunehmen, ohne sich selbst unbedingt zu gefährden.
Sollte der Panzer in der Stellung aufgeklärt werden empfiehlt es sich trotzdem die Stellung zeitnah zu räumen und an einer anderen Stelle wieder aufzubauen.
Bei Befehl des Kommandanten eine teilgedeckte Stellung einzunehmen empfiehlt es sich, dass der Kommandant nur einen groben Bereich und die zu deckende Richtung vorgibt und Fahrer und Schütze sich eigenständig absprechen.
Vollgedeckte Stellung
Bei der vollgedeckten Stellung fährt der Panzer in eine Position, in der nur das Geschütz oder die Kamera des Kommandanten über die Deckung hinausragt. Alles andere bleibt hinter der Deckung. Diese Position eignet sich optimal, um das Gebiet hinter der Deckung aufzuklären und
eventuell mit dem Maschinengewehr feindliche Einheiten zu unterdrücken. Der Panzer bleibt dadurch maximal in Deckung und es besteht eine geringe Gefahr, dass er durch Direktbeschuss beschädigt wird.
Es empfiehlt sich, dass die vollgedeckte Stellung schnell durch eigene Bewegung in eine teilgedeckte Stellung umgewandelt werden kann, um so aufgeklärte Fahrzeuge und Prioritätsziele schnell zu bekämpfen.
Stellungswechsel
Der Stellungswechsel kann mit unerfahrener Besatzung schwer und langwierig sein. Der klassische Stellungswechsel wird so durchgeführt, dass der Fahrer das Fahrzeug nach hinten heraus aus der Deckung fährt, 90 Grad einlenkt und den Panzer ein Stück weit versetzt. Dreht am neuen Punkt den Panzer wieder in Richtung Feind und fährt wieder in die Stellung hinein. Positionen für einen Stellungswechsel sollten vom Kommandanten immer schon vorher erspäht worden sein. Sollte der Panzer sich in der Defensive befinden empfiehlt es sich mehrere Stellungen vorher festzulegen und durchwechseln zu lassen.
Bei Vorhandensein eines ganzen oder halben Zuges empfiehlt es sich im Kampf abwechselnd die Stellung zu wechseln. Dadurch deckt mindestens ein Fahrzeug weiterhin das Kampfgebiet. Außerdem kann so der Gegner nicht alle Panzer gleichzeitig unter Beschuss nehmen und kann eventuell nicht einmal die exakte Anzahl von Fahrzeugen ermitteln.
Formationen
Kolonne
Die Kollonne ist die gängigste Art sich mit einem Panzerzug zu bewegen. Die Front ist möglichst klein, die Formation in die Länge gezogen. Dies ermöglicht eine sichere Fortbewegung.
In der Regel bilden vier Panzer eine Kolonne. Das erste und das letzte Fahrzeug sichern die Vorder- und Rückseite der Formation. Die Zentralen Panzerfahrzeuge zwei und drei übernehmen den Flankenschutz. Jedes Fahrzeug bleibt für die Zeit der Fahrt komplett auf seine Sicherrungsrichtung fokussiert. Die Fahrzeuge können so in Bewegung bleiben ohne eine ungesicherte Seite zu haben. Bei Bewegungen auf eigenen, gesicherteten Straßen werden die Geschütze oft nach hinten gedreht, damit die Kanone möglichst wenig absteht und keine Bedrohung durch die Fahrzeuge ausgeht.
Schützenkette
Die Schützenkette kommt dann zum Einsatz, wenn möglichst große Feuerkraft nach vorne benötigt wird. Die Formation ist nicht immer sinnvoll, da die Flanken nicht von den Panzern selbst gesichert werden. Somit bietet sich diese Formation besonders an, wenn Infanterie oder Schützenpanzer die Flankensicherung übernehmen.
Die Panzer bilden eine Linie. Die Hauptsicherungsrichtung aller Fahrzeuge ist 12 Uhr. Die Panzer an den Flanken solllten die Sicherung ein Stück zu den Seiten ausweiten, um auf seitliche Gefahren reagieren zu können.
Keil
Die Keilformation ist die Standard Angriffsformation gepanzerter Streitkräfte. Die Formation kann gut auf Angriffe auf die Flanke reagieren und kann trotzdem nach Vorne wirken.
Die Panzer bilden einen Pfeil mit dem Führungsfahrzeug als Spitze. Da ein Zug in der Regel aus vier Fahrzeugen besteht, ist die Formation asymmetrisch. Die Seite mit zwei Fahrzeugen sollte immer die Seite sein, an der mit Feindkontakt zu rechnen ist.




